Folgender Artikel zeigt Ihnen wie die Eigentümer
den Hof « Ferme d’Arimont » im Laufe
der Zeit immer wieder neu gestaltet haben.
Im 14. Jahrhundert waren sie Landwirte, danach Gerber,
Rentiers, Abenteurer, dann wieder Landwirte und zuletzt
Hoteliers im 20 Jahrhundert.
14. Jahrhundert.
In den vergangenen Jahrhunderten wurden die
Bewohner oft "del Cour" oder "del Court d’Arimont"
oder auch "de la Cense d'Arimont" genannt.
(Cense = Meierei) |
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Schon im Jahre 1369 wird
der Hof "Ferme d’Arimont" erwähnt.
Die Nachlassurkunde führt die verschiedenen Liegenschaften
auf (Haus, Weiden, Felder, Wälder in Arimont).
Die jährliche Abgabe (Zehent) betrug "8
vieux gros" (damaliges Geld).
Ü
ber die Grösse des damaligen Anwesens ist nichts
bekannt. Bei neueren Bauarbeiten im Haus wurde eine
Türnische aus Arkose (Sandstein) entdeckt. Drei
Steine enthalten noch die Vertiefungen der Türangeln
und des Riegels. Diese waren noch von Russ bedeckt,
der zu jener Zeit die Abdichtung verstärkte. Dieses
Detail, sowie die Grösse der Steine, lässt
darauf schliessen, dass es sich um den Haupteingang
handelte. |
17. Jahrhundert.
Im 17.Jahrhundert wurden neue Wappen aus Schiefer
von Vielsalm an der Oberschwelle des Haupteingangs
befestigt. Je nach Quelle handelte es sich entweder
um die Familien Alard-Cunibert oder Alard-Darimont.
Die Nachforschungen gehen weiter.
Um diese Zeit wurden die Gebäude beträchtlich
vergrössert, und der Hof wurde von einem Pächter
bewirtschaftet.
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Die Familie Alard waren Gerber ; sie installierten Gerbgruben
um die Felle zu bearbeiten und bauten Scheunen zum Aufbewahren
der Eichenrinden (Lohe) und zum Trocknen der Felle.
Zeihundert Jahre später wurden Gerbgruben im Innenhof
gefunden.
18. Jahrhundert.
Im Jahre 1750 gehörte die "Cense d’Arimont"
zum Land Luxemburg und nicht, wie man annehmen könnte, zum
Fürstentum Lüttich. Dadurch gingen die Abgaben
an den Prinzen von Oranien. Die Landkarte von Ferraris aus
dem Jahre 1771 beweist uns diese besondere Lage.
19. Jahrhundert.
Um 1830 gehörte das Anwesen der Familie Bodet
deren ältester Sohn Pierre-Joseph, seines Zeichens
Rentier, ein Abendteurerleben führte. Dieses brachte
ihn nach Rom (wo er beinahe Mönch geworden wäre),
Marseille, Paris, Bruxelles und Köln.
Zur "Cense d’Arimont" zürückgekehrt
beschäftigte er sich mit der Akklimatisation südländlscher
Pflanzen. Einen Grossteil seines Erbes vergeudete er
mit Anlagen in den Vereinigten Staaten während
der Zeit des Goldrausches. Er wurde Fotograf, ging
zur Jagd, organisierte Konzerte, eröffnete
eine Weinhandlung.
Dieses chaotische Leben führte zum Verkauf des
Hofes der zu der Zeit aus :
• einer Fläche von 63 Ruten und 70 preussischen
Fuss
• einer Gerberei, einer Scheune, einer Fabrik, etwa 60 Gerbgruben
• zwei Gemüsegärten, Obstgärten, Wiesen, Wäldern,
usw.
bestand.
Als Pierre-Joseph Bodet von seinen Reisen zürückkehrte richtete er
ein Kuriosenkabinett ein, um den Malmediern die Erinnerungsstücke seiner
Reisen zu präsentieren. Eine selbstverfasste Biografie zeugt von allen
Fassetten dieses Abendteurers...
Im Jahre 1860 erwarb Rudolf Schwartz die Ferme d’Arimont.
Seit dieser Zeit nennen die Malmedyer diesen Hof "Ferme
Schwartz" oder auf wallonisch "Cêse
Schwartz". Das Anwesen wurde zur
Sommerresidenz dieser Familie. Die Bewirtschaftung
wurde mit Hilfe von Landarbeitern weiter geführt. |


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20. Jahrhundert.
1919 erwarb die Familie Bodarwé diesen Hof.
Drei Generationen Landwirte bewirtschafteten bis 1987 den
Hof mit Viehzucht und Verarbeitung der Milch in Butter, Käse
und Sahne...
1986 entschieden Walter und Arlette, die jetzigen Eigentümer,
verschiedene Nebengebäude in Ferienwohnungen umzubauen,
da sich die Gegend immer mehr dem Tourismus öffnete
: aus dem grossen Heuboden wurden 5 Wohnungen, der Stall
wurde zu einem Aufenthalts-und Spielsaal.
1996 wurde die
Scheune zu zwei schönen Gästezimmer umgebaut.
Schlußfolgerung
Wir haben die Geschichte des Anwesens seit dem 14.
Jahrhundert verfolgt : seine Veränderungen, Vergrösserungen,
Verschönerungen, ein Abbild seine Bewohner.
Es hat viele Jahrhunderte überstanden wovon die alten
Steine zeugen.
Walter und Arlette laden Sie ein an diesem historischen Ort
zu verweilen. .
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